Gemeinsames Kirchenkonzert

Es war ein herrlicher Frühlingssonntag, der 31. März 2019, fast zu schön um in die Kirche zu gehen und doch war das Gotteshaus prall gefüllt um 17 Uhr. Sechs Chöre aus der Gesamtgemeinde und der Musikverein präsentierten die musikalische Vielfalt mit einem abwechslungsreichen Programm.

War die Vorbereitung etwas chaotisch, da eigentlich kein Grund für das Konzert vorlag und niemand so richtig die Leitung übernehmen wollte, so problemlos gestaltete sich dann die Durchführung. Der Kirchengemeinderat hatte die Idee zu diesem Gemeinschaftskonzert und nachdem die Teilnehmer sich bereit erklärt hatten, gegen die Gage von Kaffee und Zopfbrot aufzutreten, klappte die Stellprobe, das Einsingen und die Probe des gemeinsamen Abschlussliedes problemlos.

Der Musikverein eröffnete mit der "Festivus Fanfare" das nachmittägliche Konzert. Der Liederkranz, unter der Leitung von Helena Klein, lud das Publikum festlich ein: "Freut euch alle", die rechte Aufforderung für das folgende Konzert. "Preiset Gott, singt Halleluja" von William Kirkpatrick war das zweite Stück des Traditionschores.

Dann die Tonika Kizz: Mit brennenden Kerzen und Gitarrenbegleitung von Holger Kappeler marschierten die 20 Buben und Mädchen mit dem auswendig vorgetragenen Lied „Gib mir ein Licht“ in die Kirche ein. Mit erfrischendem Gesang und mit viel Aufmerksamkeit erregender Gestik präsentierte der Kinderchor den von Holger Kappeler selbst komponierten Titel „Tonika Kizz“. Das Publikum war dabei nicht zu halten und klatschte kräftig mit.

Nach dem Choral "Gott segne und behüte dich" von John Rutter und dem „Kyrie“ von Charles Gounod beschloss der Kirchenchor unter der Leitung von Marie-Luise Doll mit dem Abendlied „Bleib bei uns Herr“ seinen Part. Mit der musikalischen Meditation für Blasorchester „Adagio for Winds“, vom Musikverein Warthausen ruhig vorgetragen, lässt der Komponist Markus Götz barocke und romantische Stilelemente miteinander verschmelzen.

Die 18 Damen von Tonika, unter der Leitung von Christiane Kiebler, trugen ihre Lieder ohne Notenblatt vor und punkteten mit „Gabriellas Song“ (Stefan Nielsson) und der Komposition „Nothing Else Matters“, von der US-amerikanischen Metal-Band Metallica.

Ein Gänsehautgefühl kam auf, als Roland Weber nach dem „Ave Maria“ (Uwe Henkhaus) mit den 22 Männern von den Bräschdleng das volksliedhafte „La Montanara“ intonierte.

Auf sie hatten viele gewartet: Chorisma. Mit homogenem, dichtem Chorklang präsentierte Simon Föhr mit den 50 Damen und Herren „African Alleluia“, das bekannte „Halleluja“ vom Kanadier Leonard Cohen und den rhythmusbetonten Songtext von Keith Hampon „Praise His Holy Name“. Die Besucher klatschten bei diesem Song kräftig mit. Mit präzisem Spiel war Christoph Schlanser am Klavier ein umsichtiger und souveräner Begleiter, nicht nur von Chorisma

Dass Musik verbindet, das spüre man auch in Warthausen mit den Teilorten, sagte Pfarrer Wunibald Reutlinger. Dazu passte zum Abschluss das irische Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“, das die Chöre und das Blasorchester gemeinsam mit den Besuchern intonierten. Der Eintritt war frei, die Spenden gehen an ein Missionsprojekt in Tansania.

Die Irischen Segenswünsche als gemeinsames Abschlusslied

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